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Veröffentlicht am 8. Mai 2026

Konferenz: Antizipation von Technologien – für eine sichere und humane Zukunft

Im Rahmen ihres OSZE-Vorsitzes organisierte die Schweiz in Genf eine Konferenz, die sich der Frage widmete, wie wissenschaftliche und technologische Fortschritte die Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa verändern. Die Konferenz befasste sich insbesondere mit der Antizipation neuer Technologien und deren Potenzial für eine sichere und humane Zukunft. Sie brachte OSZE-Teilnehmerstaaten und Partner zusammen, um gemeinsam die Sicherheit und Zusammenarbeit zu stärken.

Auf dem Bild steht geschrieben: Konferenz: Antizipation von Technologien – für eine sichere und humane Zukunft

Der technologische Fortschritt verändert unsere Sicherheit grundlegend und in beispielloser Geschwindigkeit. Die neuen Möglichkeiten – von künstlicher Intelligenz bis hin zu Quantentechnologien – können die Widerstandsfähigkeit und den Wohlstand fördern, zugleich aber auch Risiken und Spaltungen verstärken und Machtverhältnisse verschieben. Angesichts der zunehmenden geopolitischen Spannungen ist es eine gemeinsame Aufgabe, sicherzustellen, dass der technologischen Wandel zu Stabilität und nicht zu Unsicherheit beiträgt.

Die Schweiz setzt seit jeher auf die Verknüpfung von Antizipation und Handeln. Unter der Federführung der Schweiz anerkannte der UNO-Sicherheitsrat erstmals den Zusammenhang zwischen wissenschaftlicher Entwicklung sowie Weltfrieden und internationaler Sicherheit. Die Antizipation von Technologien ist eine Priorität des Schweizer OSZE-Vorsitzes, wobei Vertrauen und Transparenz zentrale Pfeiler der kooperativen Sicherheit bilden.

Die Konferenz «Antizipation von Technologien – für eine sichere und humane Zukunft» fand in Genf statt, einem globalen Zentrum für Wissenschaft, Diplomatie und multilaterale Arbeit. Ausserdem ist Genf Sitz von Initiativen wie dem Geneva Science and Diplomacy Anticipator (GESDA), die für antizipatorische Science Diplomacy stehen. Die Konferenz bot den Teilnehmerstaaten und Kooperationspartnern eine Plattform, um sich gemeinsam mit der Frage zu befassen, wie sich neu entstehende Technologien auf die Sicherheit in der OSZE-Region auswirken – von der Risikoprävention und Vertrauensbildung bis hin zum Schutz offener und widerstandsfähiger Gesellschaften – und wie Antizipation vorausschauendes Handeln ermöglicht.

In einer sich rasch entwickelnden Technologielandschaft sind die Stärkung des Dialogs, der Abbau von Missverständnissen und die Entwicklung gemeinsamer Ansätze unabdingbar, um Vertrauen zu schaffen und den Grundstein für Sicherheit, Frieden und Zusammenarbeit zu legen.

Wissenschaftliche und technologische Innovationen verändern die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten und kooperieren, in beispielloser Geschwindigkeit. Fortschritte in der Quanteninformatik, der künstlichen Intelligenz und der Neurotechnologie eröffnen neue Möglichkeiten – sie schaffen aber auch Chancen und Herausforderungen für die Sicherheit und Zusammenarbeit in der OSZE-Region. Diese Entwicklungen zeigen, wie wichtig ein antizipatorischer und integrierter Ansatz ist.

Die in der Schlussakte von Helsinki verankerten Grundsätze unterstreichen die Bedeutung der wissenschaftlichen und technologischen Zusammenarbeit als treibende Kraft für Sicherheit und Zusammenarbeit. Die Teilnehmerstaaten erachten diese Zusammenarbeit als zentral, um gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und die Lebensbedingungen zu verbessern.

Durch die Förderung einer menschenzentrierten Gouvernanz und die Verknüpfung von Technologie und Diplomatie wollte die Konferenz zu diesem Ziel beitragen. Sie bot einen Rahmen für den Austausch über die Chancen und Herausforderungen, vor denen die OSZE in den Bereichen Wissenschaft, Diplomatie, Wirtschaft und Philanthropie steht.

Die Konferenz fand in integrierter Form statt und kombinierte inhaltliche Diskussionen mit Arbeitssitzungen im CERN und im IKRK. Als einzigartiges und wegweisendes Beispiel für Wissenschaftsdiplomatie veranschaulicht das CERN, das sowohl für Diplomatie in der Wissenschaft als auch für Wissenschaft in der Diplomatie steht, wie wissenschaftliche Zusammenarbeit Vertrauen schaffen kann. Die Konferenz sollte sicherstellen, dass Wissenschaft und Technologie fest in der multilateralen Agenda verankert bleiben und zur Zusammenarbeit und nicht zur Spaltung beitragen.

Die Konferenz dauerte eineinhalb Tage und bestand aus vier Teilen:

  • Antizipation neuer Technologien und ihrer Auswirkungen auf Frieden und Sicherheit: Beispiel Quanteninformatik
  • Antizipation von Wasser- und Energiesicherheit im digitalen Zeitalter
  • Künstliche Intelligenz und Konfliktprävention
  • Antizipation von Technologien – für eine sichere und humane Zukunft

Jedes Modul bot die Möglichkeit zum Austausch von Erkenntnissen, Herausforderungen und praktischen Erfahrungen. Die Konferenz sollte die Teilnehmerstaaten und Kooperationspartner inspirieren, sich gemeinsam für eine verantwortungsvolle Nutzung des technologischen Wandels und die Stärkung von Sicherheit, Vertrauen und Zusammenarbeit in der OSZE-Region einzusetzen.

Informationen für Medienschaffende: Media Corner

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