Konferenzen
Zur konkreten Umsetzung ihrer fünf Prioritäten sind 2026 in der Schweiz internationale Konferenzen geplant.

«Bekämpfung von Antisemitismus: Bewältigung der Herausforderungen von Intoleranz und Diskriminierung», St. Gallen, 9.–10. Februar 2026
Die erste Konferenz des Jahres wird sich mit der Bekämpfung von Antisemitismus und anderen Formen der Intoleranz befassen. Sie bezweckt eine Bestandsaufnahme der aktuellen Trends und soll die Zusammenarbeit zwischen den Teilnehmerstaaten und den Akteuren der Zivilgesellschaft stärken. Zu den wichtigsten Themen werden konkrete Präventionsmassnahmen, die Verbreitung bewährter Praktiken sowie die Rolle des Sports bei der Bekämpfung von Hass und Diskriminierung gehören.
«Antizipation von Technologien – für eine sichere und humane Zukunft», Genf, 7.–8. Mai 2026
Die zweite Konferenz wird sich der Frage widmen, wie wissenschaftliche und technologische Fortschritte die Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa verändern. Sie wird sich insbesondere mit der Antizipation neuer Technologien (z. B. künstliche Intelligenz und Quanteninformatik) und deren Potenzial zur Konfliktvermeidung und Vertrauensbildung befassen. Mit diesem Treffen will die Schweiz gestützt auf das einzigartige Ökosystem des internationalen Genf der Wissenschaftsdiplomatie im Dienste des Friedens einen nachhaltigen Impuls verleihen.
«Von Genf bis Helsinki: Entstehung und Hauptzweck der OSZE», Bern, 3.-4. September 2026
Ausserdem wird die Forschungsstelle Dodis (Diplomatische Dokumente der Schweiz) mit der Unterstützung des EDA am 3. und 4. September 2026 in Bern die 18. Internationale Konferenz der Herausgeber diplomatischer Dokumente (ICEDD) organisieren. Diese Fachkonferenz wird anhand von Archivmaterial aus mehreren Ländern die Gründungsphase der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit (KSZE, später OSZE) beleuchten und sich mit ihrer Daseinsberechtigung beschäftigen.
«Deeskalation im Cyberspace: Mediation und präventive Diplomatie», Zug, 29.–30. September 2026
Die dritte Konferenz wird sich mit den Eskalationsrisiken im Cyberspace beschäftigen und die Frage erörtern, wie man ihnen durch vorbeugende Diplomatie und Mediation begegnen kann. Zu den weiteren Themen werden die Umsetzung und Weiterentwicklung der vertrauensbildenden Massnahmen der OSZE zur Cybersicherheit, die Rolle von Konsultationsmechanismen bei schwerwiegenden Ereignissen sowie mögliche Beiträge von künstlicher Intelligenz und des Privatsektors gehören. Im Sinne einer Szenario-Übung wird eine praktische Sequenz die politische Debatte ergänzen.
OSZE-Ministerrat 2026
Ihr Vorsitzjahr wird die Schweiz mit dem Jahrestreffen des OSZE-Ministerrates am 3. und 4. Dezember 2026 abschliessen, für das sie Lugano als Austragungsort vorgeschlagen hat. Das Treffen wird ein zentraler politischer Moment sein, um die im Verlauf des Jahres erzielten Fortschritte zu konsolidieren und der multilateralen Zusammenarbeit und dem Dialog neuen Schwung zu verleihen.
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